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Ungefähr 70 % der Brustkrebsoperationen in Deutschland können heute brusterhaltend durchgeführt werden.
Sowohl bei der Entfernung nur eines Teils der Brust, als auch bei der vollständigen Entfernung einer Brust, kann in vielen Fällen die Brust rekonstruiert werden. Dies kann auf verschiedene Arten erfolgen.
Es kann ein reines Silikonimplantat eingesetzt werden oder ein Silikonkern, der von einem Ring aus Kochsalzlösung umgeben ist.
Für eine Rekonstruktion mit Eigengewebe kann Muskelgewebe aus verschiedenen Körperregionen entnommen und in die Brust eingebracht werden. Geeignet ist z. B. Muskelgewebe aus der Rücken- oder der Oberschenkelmuskulatur.
Auch aus dem Unterbauch kann Gewebe zur Eigengewebe-Rekonstruktion entnommen werden. Die Bauchdecke muss hierfür nur an einer kleinen Stelle geöffnet werden, der Bauchmuskel bleibt dabei unbeschädigt.
Nicht in jedem Fall ist eine Brust-Rekonstruktion empfehlenswert. Zu beachten ist beispielsweise eine eventuelle Strahlenbehandlung. Bestrahltes Gewebe wird schlechter durchblutet als nicht bestrahltes Gewebe. Außerdem kann sich das Bindegewebe durch die Bestrahlung verändern. So können Komplikationen hervorgerufen werden, wenn die Rekonstruktion mit Hilfe eines Fremdkörpers – d. h. eines Silikonimplantats – erfolgt. Durchblutetes Eigengewebe dagegen, das in bestrahltes Gewebe eingebracht wird, kann die Situation des Gewebes im Operationsgebiet möglicherweise verbessern.
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